HOUWEL

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HOUWEL ist ein vom European Research Council finanziertes fünfjähriges Forschungsprojekt an der Universität Amsterdam. Ausgangspunkt der Studie ist ein tiefgreifender Bedeutungsgewinn von Wohnungsmärkten und der Akkumulation von Wohneigentum und wohnimmobiliengebundenem Vermögen als alternative Form ökonomischen Wohlstands und sozialer Wohlfahrt. Obgleich privates Wohneigentum seit jeher eine implizite Rolle für das gesellschaftliche Wohlfahrtsniveau und Strukturen gespielt hat, so hat sich dies in den letzten zwei Jahrzehnten auch in den sozialpolitischen Restrukturierungsprozessen verschiedener Länder widergespiegelt. Das Ziel unseres Forschungsprojekts ist es diese Transformationsprozesse exakt herauszuarbeiten um schlussendlich analysieren zu können, wie genau Wohnungsmärkte und Wohneigentum zur Veränderung von sozialstaatlichen Systemen und Regimen beitragen.

 

Das Projekt ist als international vergleichende Studie konzipiert und fokussiert sich dabei auf sechs Länder, welche jeweils idealtypische Wohnungssysteme und Wohlfahrtsregime repräsentieren: England, Deutschland, Italien, Japan, Niederlande, Rumänien. In diesem komparativen Kontext ist es unser Ziel folgende Forschungsfragen zu beantworten:

  • Wie und in welchem Umfang haben verschiedene Wohlfahrtsregime Wohneigentum als zentrale Form der Wohnungsproduktion und des Wohnkonsums etabliert?
  • Auf welche Weise hat dies zur Restrukturierung sozialstaatlicher Systeme veranlasst oder zumindest beigetragen?
  • Was hat private Haushalte dazu bewogen in privates Wohneigentum zu investieren und haben diese Investitionen letztendlich zu mehr Wohlstand und ökonomischer Sicherheit geführt?

 

14 August 2014